Kurz erklärt
Schnellauswahl nach Szenario
Sieben Kriterien für die Rückhaltebarriere Auswahl
-
Medium
Prüffrage: Welche Stoffe können im ungünstigsten Fall austreten: Löschwasser, brennbare Flüssigkeiten, Chemikalien, Hochwasser?
Nach Herstellerangaben ist die Feuerschutz-Barriere für brennbare Flüssigkeiten und Löschwasser vorgesehen und nach dem FM-Standard 4985 („Doorway Spill Barriers“) geprüft. Die Chemieschutz-Barriere ist für wassergefährdende und aggressive Medien vorgesehen, die Wasserschutz-Barriere für Hochwasser und Starkregen.
-
Befahrbarkeit und Last
Prüffrage: Welche Achs- und Radlasten treten im Betrieb auf, und deckt das Prüfzeugnis diese ab?
Nach Herstellerangaben liegen die Barrieren im Normalzustand bodenbündig in einer Wanne im Boden. Für die Befahrbarkeit nennt der Hersteller eine TÜV-Prüfung mit 200.000 Lastwechseln bei 6,5 t Achslast. Lassen Sie sich das Prüfzeugnis für Ihre Produktlinie und Konfiguration vorlegen.
-
Auslöseprinzip
Prüffrage: Was passiert bei Stromausfall oder Sensorfehler, und wie wird die Funktion geprüft?
Beim Klappschott von Anhamm löst die austretende Flüssigkeit selbst aus: Sie sammelt sich in der Wanne, die Barriere schwimmt auf und wird durch Federn in die abdichtende Schließstellung geklappt. Es gibt keine elektrische Auslösekette. Elektrisch oder sensorgesteuerte Systeme bieten dafür zum Beispiel Überwachung und Fernmeldung. Ihr Verhalten bei Stromausfall hängt von Hersteller und Bauart ab und ist dem Datenblatt zu entnehmen. Optional bietet Anhamm eine Meldefunktion („SmartBarrier“) und Signalgeber an; sie ergänzen die mechanische Auslösung, ersetzen sie aber nicht. Die Einbindung in die Gebäudetechnik klären Sie im Projekt.
-
Werkstoff und Dichtung
Prüffrage: Welche Medien und Temperaturen sind festgelegt, und liegt dafür eine Beständigkeitsaussage vor?
Standardwerkstoff laut Herstellerunterlagen ist Edelstahl 1.4301 (AISI 304); die Dichtungen sind aus PTFE. Beständigkeit ist mediumabhängig: Gehen Sie nicht pauschal von „chemikalienbeständig“ aus, sondern lassen Sie sich die Beständigkeit für Ihre konkreten Medien bestätigen. Weitere Werkstoffgüten sind gegebenenfalls projektbezogen anzufragen.
-
Explosionsschutz
Prüffrage: Liegt die Öffnung in einem explosionsgefährdeten Bereich, und welche Zone gilt?
Laut Hersteller ist eine ATEX-Ausführung als Option verfügbar. Mechanische Auslösung bedeutet nicht automatisch ATEX-Konformität: Auch nicht elektrische Zündquellen wie Funken oder Reibung sind zu bewerten. Lassen Sie sich Zone, Kategorie und Konformitätsbewertung für Ihr Projekt nennen.
-
Maße und Einbau
Prüffrage: Welche Öffnungsbreite und Dichthöhe sind erforderlich, und handelt es sich um Neubau oder Nachrüstung?
Die Maße werden projektbezogen festgelegt. Die erreichbaren Maximalwerte unterscheiden sich je Produktlinie und sollten im Projekt verbindlich bestätigt werden. Bei der Feuerschutz-Barriere gilt die FM-Zulassung nach Herstellerangabe für die geprüften Konfigurationen; Abweichungen sind mit FM abzustimmen. Eingebaut wird in eine Bodenvertiefung, sowohl im Neubau als auch bei Nachrüstung. Laut Hersteller wird die Einheit werkseitig voreingestellt geliefert.
-
Nachweise und Regelwerk
Prüffrage: Welche Nachweise verlangen Behörde, Versicherer und Sachverständige?
Typisch sind Zulassungen (zum Beispiel FM), Prüfzeugnisse (laut Hersteller TÜV NORD, RW-TÜV, DMT) und Konformitätsaussagen zu AwSV und TRwS 779. Fragen Sie nach den Originaldokumenten und prüfen Sie, ob Geltungsbereich und Konfiguration zu Ihrem Projekt passen.
Typische Anwendungen
- Medien und mögliche Maximalmenge beziehungsweise Stauhöhe
- Öffnungsbreite und erforderliche Dichthöhe
- Verkehr und Lasten (Fahrzeugtypen, Achslast)
- Einbausituation: Neubau oder Nachrüstung, Bodenaufbau, innen oder außen
- Temperaturen und gegebenenfalls Ex-Zone
- Geforderte Nachweise von Behörde oder Versicherer
- Zeitplan
FAQ
Häufige Fragen zur Auswahl
Projekt besprechen
Wir unterstützen Sie bei der technischen Auslegung.
Normkonforme, stromlose physische Rückhaltebarrieren, die dazu dienen, Gefahrstofflager, Logistikzentren und gewerbliche Bereiche vor haftungsrechtlichen Risiken durch Verschüttungen und Überschwemmungen gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu schützen.
made in germany
